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17. Februar 2016

"umA" belegen Platz 1 und 2

An einem Hallenfußballturnier in Hamminkeln nahmen am 14.02.16 auch minderjährige Flüchtlinge aus Bocholt teil, die von jusina betreut werden.

Die "umA", wie die von jusina betreuten minderjährigen unbegleiteten (also ohne Eltern nach Deutschland gekommenen) Ausländer und Ausländerinnen kurz genannt werden, freuten sich schon im Vorfeld riesig auf dieses Turnier und darauf, für ihr Heimatland kicken zu dürfen. Am Mittag des 16.02.16 ging es dann endlich in Begleitung der jusina-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Steffi Mohr, Barbara Wolters, Martin Tepasse und Initiator Ayoub Karti los in Richtung Turnhalle der Gesamtschule Hamminkeln, wo insgesamt 100 Kinder und Jugendliche in spannenden Spielen um den Sieg spielen sollten.

"Cool runnings"

Jeweils 6 Mannschaften, aufgeteilt in zwei Altersklassen (nämlich 10 – 15 Jahre und 16 – 21 Jahre) lieferten sich im Laufe des Tages spannende und äußerst faire Spiele, bis schließlich die Sieger feststanden. Den 1. Platz belegte bei den jüngeren Flüchtlingen die Mannschaft aus Deutschland.

Hallenturnier 2Bei den 16- bis 21-jährigen gewann die Mannschaft Afghanistan II gegen den Irak - die sich beide ausnahmslos aus von jusina betreuten "umA" zusammensetzten - nach einem packenden Elfmeterschießen. Die Freude über diese gute Platzierung war natürlich groß - auch bei den jusina-Begleiterinnen und –Begleitern. Schon auf der Rückfahrt nach Bocholt wurden deshalb intensiv Pläne geschmiedet, auch weiterhin als Mannschaft um den Sieg zu kicken. Selbst ein möglicher Name fand sich schon: „Cool runnings“.

Der Pokal hat längst einen Ehrenplatz in der Unterkunft an der Dinxperloer Straße erhalten und wird Ansporn für alle Jugendlichen sein, sich an weiteren Sportwettkämpfen zu beteiligen und diese als Chance zur Integration zu nutzen.

Brücke zur Integration

Als Brücke zur Integration will auch Thomas Tangelder, Diplom-Sozialpädagoge bei der Stadt Hamminkeln, das Turnier verstanden wissen. Er hatte die Idee zum Turnier und hat das Vorhaben dann in Kooperation mit Flüchtlingshilfeeinrichtungen, Jugendzentren und Sportvereinen in Hamminkeln - unterstützt auch von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern des Roten Kreuzes - organisiert. Thomas Tangelder war wichtig, dass über das gemeinsame Spiel Kontakte geknüpft werden und über den Sport Integration beschleunigt wird. Er hofft, dass dieses Beispiel Schule macht und es viele Nachahmerprojekte geben wird, die zum einen soziale Teilhabe und zum anderen auch Dialog und Interaktion zwischen Einheimischen und Einwanderern ermöglichen.

"Gerade für Jugendliche stelle die Teilnahme an Sportveranstaltungen/sportlichen Angeboten einen wichtigen außerschulischen Lebens- und Lernbereich dar", findet auch jusina-Mitarbeiterin Steffi Mohr. Sie wird sich deshalb mit ihren jusina-Kolleginnen und -Kollegen dafür einsetzen, dass die jugendlichen Migranten auch über den Sport ihre Migrationschancen nutzen.

Hallenturnier